„SchachtZeichen“: Gefa-Flug lieferte Gesamtpaket PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 17:16 Uhr
Gefa-Flug beim Projekt SchachtZeichen maßgeblich involviert

Vom 22. bis 30. Mai schwebten große gelbe Heliumballone über 350 ehemaligen Schachtanlagen des Ruhrgebiets. Mit der spektakulären Aktion am Himmel über der Metropole Ruhr sollte der Strukturwandel im Ruhrgebiet symbolisiert werden. Viele geschichtsträchtige Orte, an denen große Schachtanlagen standen, wurden so kilometerweit sichtbar markiert. Für das Großprojekt „SchachtZeichen“ konzipierte die Aachener Gefa-Flug GmbH ein Gesamtpaket aus Ballontechnik, Ausbildung von freiwilligen Helfern und Wetterberatung.

 Für jeden Standort wurde eine kompakte Balloneinheit zusammengestellt. Jede war so aufgebaut, dass sie von nur jeweils zwei vorab geschulten Helfern selbständig betreut werden konnte. Dabei übernahmen die Aachener alle vorbereitenden Aufgaben, von der Auswahl und dem Einkauf des Materials über die Konstruktion und den Bau einzelner Elemente bis zur Konfektionierung sämtlicher Bauteile. Die Ausbildung der 1.000 freiwilligen Unterstützer des Projekts führten die Aachener ebenfalls durch.

 Mit großem logistischem Aufwand wurden die Balloneinheiten auf 350 Pkw-Anhänger gebaut. Die Kommissionierung der Einheiten erfolgte vor Ort in einer 100 Quadratmeter großen Halle. Die fertigen Anhänger wurden anschließend bis zum Start der Aktion auf einer Fläche von 2.500 Quadratmeter abgestellt. Damit alles pünktlich fertig werden konnte, musste der Bau der Balloneinheiten genau geplant sein: Die Ballonexperten benötigten drei Wochen für den Aufbau.

 Jede Einheit bestand aus drei Flaschen mit jeweils neun Kubikmetern Ballongas zur Erstbefüllung des Ballons. Eine weitere Flasche diente zum Ausgleich von Heliumverlusten während des neun Tage andauernden Projekts. Mit einer Winde wurde jeder Ballon an einem über eine Umlenkrolle geführten Seil in eine Höhe von bis zu 80 Metern aufgelassen. An jedem der Ballone mit einem Durchmesser von 3,70 Meter hing eine 18 Meter lange und nur 70 cm Breite Fahne. So wiesen sie – wie Stecknadeln in der Landschaft – auf die alten Schachtanlagen hin.

„Die Anforderungen an die Balloneinheiten waren klar definiert: Jede von ihnen musste kompakt, simpel zu handhaben und sicher sein“, erklärt Wolfgang Hassa, Projektverantwortlicher bei Gefa-Flug, die besondere Herausforderung der Kunstaktion. Damit die 1.000 freiwilligen Unterstützer des SchachtZeichen-Teams die Ballone eigenverantwortlich betreuen können, werden sie von Gefa-Flug vor Ort geschult.

 

Info: www.gefa-flug.de

 

Foto: SchachtZeichen Panorama (Fotoquelle: ujesko / Michael Moos)

 
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