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Mit den Erkenntnissen der Neurowissenschaften ändern sich auch die Grundlagen tradierter Marketingvorstellungen. Der Ratio-dominierte Homo Oeconomicus wird vom sinnlich-emotional orientierten Menschen abgelöst. Wie man ihn anspricht und überzeugt, vermittelt das neue multisense Forum.
Testreihen mit Hirnscanner kommen zu dem gleichen Schluss: Nicht Funktionalität oder Preis sind für die Markenwahl ausschlaggebend, sondern die Bedeutung und Belohnung, die wir mit einem Produkt assoziieren und uns zum Kauf motivieren. Ein psychologischer Decodierungsprozess, der weitgehend unbewusst abläuft. Seine Basis ist die Intuition, ein Speicher, in dem sich Prägungsmuster, Erfahrungen, Gefühle und Gedanken ablagern. Ihr unbewusster Einfluss führt zu blitzschnellen Entscheidungen, die schon getroffen sind, bevor die bewusste Reflexion einsetzt. Rund 90 Prozent aller Kaufentscheidungen erfolgen implizit, so das Fazit von Martin Lindstrom, der die bisher größte neurowissenschaftliche Marketingstudie initiierte.
Während die neurowissenschaftlichen Studien immer weitere Ergebnisse ans Tageslicht fördern, wächst der Bedarf an Umsetzungswissen für die Marketingpraxis. Diese Lücke schließt jetzt das multisense Forum, ein Kooperationsprojekt der Deutschen Messe, Hannover, mit dem Multisense Institut, Remscheid. Die neue Plattform für Produktentwickler, Marketer, Werber und Vertriebler vermittelt Wissen für den Einsatz multisensorischen Marketings in der Praxis. Am 15. September 2010 wird das multisense Forum auf der Essener Zeche Zollverein eröffnet.
Neben Martin Lindstrom sind unter anderem Uli Mayer-Johanssen, Managing Director im Vorstand und CDO von MetaDesign, Dr. Oliver Nickel von Icon Added Value und Matthias Kindler, Gründer und Geschäftsführer von The Companies an den Rednerpulten.
Der Kongress tagt ganztägig im Casino Zollverein. Parallel und während der anschließenden Abendveranstaltung findet im angrenzenden red dot design museum eine Fachausstellung statt.
Info: www.multisense.net
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